Draygomb's Paradoxon

Immer wieder wird behauptet Gott sei ewig und stünde außerhalb von Raum und Zeit. Ein User namens Draygomb hat daraufhin in einem Forum folgendes Paradoxon etabliert. Es stellt folgende Behauptung auf:

„Ohne Zeit hatte Gott nicht genug Zeit, um zu entscheiden, die Zeit zu erschaffen.“

Es geht darum zu zeigen, dass Gott nicht außerhalb der Zeit stehen kann, wenn er das Universum geschaffen hat, also der Verursacher des Universums ist.

Voraussetzungen:

Prämisse:

Schlussfolgerungen:

Viele Christen glauben außerdem, dass die Engelwelt bereits vor der Schöpfung existierte. Auch hier kann man sich die Frage stellen, wenn Engel Gott dienen oder anbeten vergeht doch Zeit, oder? Ebenso kann man sich die Frage stellen, wenn Gott sich vor der Schöpfung der Welt einen Plan überlegt hat, dass er einmal sich selbst auf diese Welt schickt, ist da beim Denken keine Zeit vergangen? Wenn Gott der Vater und Jesus miteinander über diesen Plan geredet haben, geschah das außerhalb von Zeit? Die Annahme, dass es VOR(!) dem Schöpfungsakt etwas gab (nämlich Gott) bedingt nun mal die Zeit. Und zuguter letzt steht sogar in Offenbarung 8,1 dass es im Himmel Zeit gibt.

Dass Gott außerhalb der Zeit steht ist unlogisch und müsste erst einmal bewiesen werden.



Kommentare

Von: Daniel
◷ 25 Juni
(vor 2 Monaten)

Die physische und die von Engeln bewohnte geistige Welt sind 2 verschiedene Welten, also ist diese Theorie obsolet. 

Von: Markus M.
◷ 26 Juni
(vor 2 Monaten)

Falsch, die Theorie ist allgemein gültig, egal in welcher Welt, denn auch in der geistigen Welt vergeht die Zeit.

Von: Daniel
◷ 26 Juni
(vor 2 Monaten)

Neuer Versuch: Gott hat die Zeit in der geistigen Welt gar nicht geschaffen. Bzw. was nehmen wir uns heraus, von unserer (auch zeitlich) beschränkten, phyischen Welt auf die geistige Welt zu schliessen!? Gott entschied sich lediglich das *physische* Universum und die *physische (Raum-)*Zeit zu schaffen. Damit ist diese Theorie immer noch obsolet.

Von: Markus M.
◷ 26 Juni
(vor 2 Monaten)

Gegenfrage: Vergeht Zeit in der geistigen Welt?

Von: Daniel
◷ 26 Juni
(vor 2 Monaten)

Das spielt doch gar keine Rolle! Die Frage wäre, ob Gott die geistige Welt und die Zeit in der geistigen Welt geschaffen hat. Doch wer kann das schon beantworten? 

Ich hätte hierzu jedoch auch ein Paradox anzubieten: Zum Zeitpunkt des Urknalls soll die gesamte Energie des Universums in der Grösse einer Orange komprimiert gewesen sein. Wenn vor dem Urknall 'nichts' existiert hat, woher soll - den Energieerhaltungssatz unterstellt - die Energie hergekommen sein?

Von: Markus M.
◷ 27 Juni
(vor 2 Monaten)

Wenn Sie nicht wissen, ob Zeit in der geistigen Welt vergeht, macht Ihr Eingangsstatement keinen Sinn, denn da behaupten Sie ja, dass die physische und die geistige Welt verschieden sind. Demnach müssten Sie anerkennen, dass Sie damit behaupten, dass in der geistigen Welt keine Zeit vergeht, was aber unlogisch wäre. Korrekt?

Sie sollten sich nochmals zum Thema Urknall informieren. Wer behauptet denn, dass vor dem Urknall 'nichts' existiert hat? Laut aktuellem Modell existierte die Energie schon immer (genau wie ihr Gott).

Von: Daniel
◷ 27 Juni
(vor 2 Monaten)

Ok.. ich versuche es jetzt noch ein letztes Mal: Das Paradoxon funktioniert nur dann, wenn Gott als Bestandteil einer physischen Welt angesehen wird, welche durch ihn selbst nur unter Verwendung der ebenfalls noch zu erschaffenden Zeit für eben diese erwähnte Entscheidung geschaffen werden kann. Dieses Postulat ist jedoch falsch. Gott hat die physische Welt aus einer geistigen Welt, in welcher sicherlich auch die Resource "Zeit" zur Verfügung steht, heraus erschaffen. Diese Zeit ist jedoch ungleich mit der uns bekannten "physischen" Raum-Zeit, welche sich erst mit der Entstehung des Universums entfaltete. (Wie auch immer, es ist unerheblich, ob in der geistigen Welt Zeit vergeht oder nicht, weil es um die Erschaffung des Universums und der physischen Zeit geht und nicht um die Frage, ob er die geistige Welt erschaffen hat.) Somit ist das Paradoxon aufgrund falscher Postulierung widerlegt.

"Wer behauptet denn, dass vor dem Urknall 'nichts' existiert hat?": Das ist aktueller Stand der Wissenschaft, dass sich vor dem Urknall lediglich Quantenfluktuationen ereignet haben, jedoch ist alles als spekulativ anzusehen, was sich eine Plack-Zeit vor dem Urknall zugetragen haben soll. Ich wollte hier lediglich die Frage ins Spiel bringen, woher die auf die Größe einer Orange geballte Energie, welche die gesamte im Universum enthaltene Energie plus der Energie, aus welcher sich die Materie bildete.

Von: Markus M.
◷ 27 Juni
(vor 2 Monaten)

Falsch, das Paradoxon gilt überall, egal in welcher "Welt". Sobald Zeit vergangen ist, egal ob in der geistigen oder physischen Welt, kann man nicht mehr behaupten, Gott stehe außerhalb der Zeit. 

Wenn, wie Sie selbst zugeben, in der geistigen Welt die "Resource 'Zeit' zur Verfügung steht", dann unterliegt Gott nunmal dieser Zeit.

Dass es sich um eine "andere Zeit" handelt (was auch immer das sein soll), ist lediglich eine unbewiesene Behauptung, mit der man versucht sich seinen Glauben schönzureden.

Quantenfluktuationen setzt Energie voraus! Ohne Energie gibt es keine Quantenfluktuationen.

Von: Daniel
◷ 27 Juni
(vor 2 Monaten)

Gott steht zumindest ausserhalb der Zeit der physischen Welt. Das "Paradoxon" bezieht sich doch gerade darauf. Zeit in der geistigen Welt, ob es sie gibt und in welcher Form auch immer ist irrelevant. Es werden Äpfel mit Birnen verglichen. Aber es ist sinnlos hier weiter zu diskutieren. 

Von: Markus M.
◷ 28 Juni
(vor 2 Monaten)

Das Paradoxon gilt überall dort, wo eine Zeit vergeht, egal in welcher Welt.

Sie können natürlich weiterhin behaupten, das Paradoxon gilt nicht, aber dann gilt auch die Aussage "Gott steht außerhalb der Zeit" nicht.

Sinnlos ist es über Dinge zu diskutieren, für die es keine Beweise oder Indizien gibt, in diesem Fall Gott, Engel oder eine geistige Welt.