Evolutionsbeweise - Lässt sich die Evolution beweisen?

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Der Umweg des Kehlkopfnervs
  3. Der Umweg des Samenleiters
  4. Serum-Präzipitin-Test
  5. Evolution anhand von Domestizierung
  6. Zwischenformen / Übergangsformen / Mosaikformen
    Evolution der Wale
    Evolution des Elefanten
  7. Homologien
  8. Endogene Retrovieren
  9. Unintelligent Design
  10. Diverse Fragen
  11. Fazit
  12. Weiterführende Links

1. Einleitung

Ich muss zugeben, dass ich als Christ eine falsche Sicht darüber hatte, wie Evolution funktioniert. Ich dachte, wie vermutlich viele andere auch, dass die Evolutionstheorie[1] nicht stimmen kann, da es ja keine Zwischenformen zwischen den Arten gibt[2]. Schaut man sich um, so findet man Affen und Menschen, aber keine Menschenaffen und außerdem „wenn sich der Mensch vom Affen entwickelt hat, warum gibt es dann heute noch Affen?“

Diese zeigt, dass ich wenig Ahnung davon hatte, wie Evolution überhaupt funktioniert und dass der Mensch nicht vom Affen abstammt, sondern die Affen und die Menschen einen gemeinsamen Vorfahren hatten. Waren vor 25 Jahren, als ich Biologie im Unterricht hatte, noch viele Fragen ungeklärt, so ist die Evolutionstheorie heutzutage eine naturwissenschaftlich bewiesene Tatsache. Im Folgenden werde ich einige schlagkräftige Beweise für die Evolution vorstellen, die mir als Christ zum Großteil völlig unbekannt waren.

Gerade als ich die letzten Zeilen dieses Beitrags schrieb kam die neue Ausgabe vom Spektrum der Wissenschaft 5.21 heraus, in welchem eine neue Übergangsform vorgestellt wurde.

Elpistostege watsoni, ein 375 Millionen Jahre Vorläufer der Tetrapode
Abbildung 1: Elpistostege watsoni, ein 375 Millionen Jahre Vorläufer der Tetrapoden

2. Der Umweg des Kehlkopfnervs

Der rückläufiger Kehlkopfnerv (Nervus laryngeus recurrens[3]) ist meines Erachtens der beste Beweis für Evolution. Er verbindet den Kehlkopf mit dem Hirn und steuert dabei die Muskeln zum Öffnen und Schließen der Stimmlippen.

Anstatt jedoch wie der obere Kehlkopfnerv den direkten Weg vom Hirn zum Kehlkopf zu gehen, nimmt der rückläufiger Kehlkopfnerv einen unnötigen Umweg. Seine Bahn verläuft runter Richtung Herz, geht um den Aortenbogen herum und wieder hoch zum Hirn. Warum macht er das?

Der Grund dafür ist, dass bei unseren früheren Vorfahren (kurz gesagt bei den Fischen) der Vagusnerv (Nervus vagus) direkt mit den Kiemen ohne Umweg verbunden war. Die Kiemen wiederum sind mit dem Herzen über Blutgefäße verbunden. Als jedoch in der evolutionären Entwicklung der Tiere (und somit auch der Menschen) der Hals länger wurde, das Herz tiefer in den Körper wanderte und sich der sechste Kiemenbogen zum Kehlkopf entwickelte[4], musste der Kehlkopfnerv einen Umweg um den Aortenbogen machen, der ja ebenfalls nach unten wanderte.

Beim Menschen beträgt dieser Umweg nur einige Zentimeter. Bei einer Giraffe jedoch, die einen wesentlich längeren Hals hat, und wo sich diese evolutionäre Entwicklung (vom Fisch zur Giraffe) ebenfalls abgespielt hat, kann der Kehlkopfnerv eine Länge von bis zu 4,5 Metern betragen[5].


Abbildung 2: Nervus laryngeus recurrens beim Mensch und bei der Giraffe

Richard Dawkins schreibt dazu: „Der bizarre, lange Umweg des Nervs den Hals hinunter und wieder hinauf ist genau das, was man von der Evolution durch natürliche Selektion erwartet, und genau das, was man von einem wie auch immer geratenen intelligenten Konstrukteur nicht erwarten würde.“[6]

Warum sollte auch ein Konstrukteur bzw. ein Schöpfer, der allwissend und allmächtig ist, einen Nerv designen, der unnötigerweise so einen Umweg macht? Er hätte den rückläufigen Kehlkopfnerv direkt mit dem Vagusnerv verbinden können ohne den Irrweg um den Aortenbogen herum zu machen. Das wäre wesentlich effizienter und der Nerv könnte, vor allem bei der Giraffe, um einige Meter kürzer sein.

Stattdessen sehen wir beim Menschen und bei den Tieren wie die Evolution einen anfangs kleinen Fehler (der Umweg um den Aortenbogen) nicht einfach rückgängig machen konnte, sondern den Nerv immer weiter verlängern musste, je länger der Hals wurde.

Diese Tatsache kann sich kein Schöpfer ausgedacht haben, sondern sie ist ein plakatives Beispiel wie Evolution erwartungsgemäß funktioniert und zeigt zudem noch eindrücklich, dass der Mensch und die Giraffe (sowie die anderen Tiere) einen gemeinsamen Vorfahren gehabt haben.

3. Der Umweg des Samenleiters

Einen ähnlichen Umweg macht auch der der Samenleiter (im Bild in blau eingezeichnet) beim Menschen. Anstatt das Sperma direkt vom Hoden in den Penis zu transferieren, macht es einen Umweg in die Bauchgegend, um den Harnleiter (gelb im Bild) herum um dann bei der Harnröhre anzudocken. Welcher Konstrukteur bzw. Schöpfer hätte sich so etwas ausgedacht?


Abbildung 3: Der Weg des Samenleiters (blau)

Auch hier liegt der Grund in der evolutionären Vergangenheit. Die Hoden lagen bei unseren fischähnlichen Vorfahren nicht in einem außenliegenden Hodensack. Dies sieht man auch bei der Embryonalentwicklung. Die Hoden entstehen im Bauchraum in der Höhe der Lendenwirbel hinter der Niere und wandern während der Entwicklung über den Leistenkanal in den Hodensack herunter (sog. Hodenabstieg[7]). Das dies zu Problemen führen kann sieht man auch bei ca. 5% der männlichen Neugeborenen, wo der Hoden nicht im Hodensack liegt, sondern beim Abstieg steckengeblieben ist (Hodendystopie). Einige Ausprägungen davon zeigt das nächste Bild.


Abbildung 4: Unvollständiger Abstieg des Hodens (Hodenhochstand)

Auch hier kann man sich wieder die Frage stellen, was sich ein Schöpfer dabei gedacht haben soll. Er schafft Spermien, die bei Körpertemperatur absterben[8] und verlegt deswegen die Hoden nach außen, wo es kühler ist. Und dann lässt er die Hoden aber nicht dort entstehen, sondern diese müssen erst dorthin wandern und diese Wanderung verursachen bei einem nicht geringen Anteil an Menschen medizinische Probleme. Echt tolle Idee…

4. Serum-Präzipitin-Test

Hierbei handelt es sich um einen Evolutionsbeleg aus der Immunbiologie. Mit dem Test gelingt ein serologischer Verwandtschaftsnachweis zwischen Menschen und Schimpanse. Anhand dem Grad der Eiweißähnlichkeit wird der Grad der Verwandtschaft ermittelt.

Der 1901 von Paul Uhlenhuth entwickelte Test läuft folgendermaßen ab[9]:

  1. Blutserum vom Menschen wird in ein Kaninchen injiziert
  2. Das Kaninchen bildet innerhalb einiger Tage bzw. Wochen Antikörper gegen die Eiweiße (Proteine) des Menschen
  3. Blutserum (Anti-Human-Serum) vom Kaninchen wird entnommen, welches Antikörper gegen menschliche Serum-Proteine enthält
  4. Das Anti-Human-Serum wird anschließend zu Blutproben von Menschen und Tieren gegeben und ein Ausfällungswert (Präzipitation) ermittelt
  5. Je nachdem, wie stark die Antikörper zu den Antigenen passen, fällt die Verklumpung (Ausfällung/Präzipitation) des Blutes aus

Der Grad der Ausfällung gibt Rückschlüsse auf die stammesgeschichtliche Nähe. Je mehr Eiweiße durch die im Anti-Human-Serum enthaltenen Antikörper ausgefällt werden, desto ähnlicher sind die Organismen dem Menschen im Hinblick auf die Eiweiße[10].

Das Ergebnis spiegelt das wider, was man von der Evolution her auch erwarten würde, nämlich dass der Schimpanse ein näherer Verwandter zum Menschen ist als z.B. der Gorilla, ein Pavian oder ein Schaf[11].

Folgende Ausfällungswerte erhält man:

Da der Test schon etwas in die Jahre gekommen ist, verwendet man heutzutage andere Methoden[12], um einen Verwandtschaftsnachweis zu erhalten. Dazu zählt z.B. die DNA-Hybridisierung oder die DNS-Sequenzierung mit anschließendem Vergleich der DNA. Auch mit den modernen Möglichkeiten der Molekulargenetik zeigt sich die Verwandtschaft des Menschen mit dem Affen.

Dieses Verwandtschaftsverhältnis, welches man bereits aus den Fossilienfunden kannte und daraus einen Stammbaum rekonstruierte, wird demnach auch von der Immunbiologie und der Molekularbiologie bestätigt.

5. Evolution anhand von Domestizierung

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen[13]. Das war aber nicht immer so. Der Vorgänger des Hundes war der Wolf und dieser war vor 20.000 Jahren noch ein Feind des Menschen und Rivale bei der Essensbeschaffung. Erst durch die Sesshaftwerdung der Menschen begannen die Wölfe die Nähe von Siedlungen bzw. Menschen zu suchen (vermutlich, weil sie so leichter an Essen herankamen). Die Wölfe, die sich somit an die Menschen gewöhnten, wurden später als Jagdhelfer oder Jagdhund eingesetzt.

Bis ins Mittelalter kannte man in Europa nur zwölf Hunderassen[14]. Der Adel begann mit einer reinrassigen Jagdhundezucht und im 19. Jahrhundert gab es bereits organisierte Hunde­ausstellungen wofür zahlreiche Rassehunde gezüchtet wurden. Heute geht man von ca. 800 Hunderassen aus, die weltweit existieren.

Was Hundezüchter da innerhalb weniger Jahrhunderte geleistet haben ist unglaublich. Es gibt große und kleine Hunde (Chihuahua vs. Dogge), Hunde mit kurzer und langer Schnauze (Boxer vs. Barsoi) oder Hunde mit kurzen oder langen Beinen (Dackel vs. Greyhound).

Sieht man sich die Skelette dieser Hunde an, merkt man außerordentliche Veränderungen.



Abbildung 5: Verschiedene Anatomien des Kopfes als Ergebnis der Hundezucht

Wenn nun die künstliche Selektion bei Hunden innerhalb von ein paar Jahrhunderten massive Veränderungen hervorgerufen hat, warum sollte dies bei den Menschen nicht auch durch natürliche Selektion und längeren Zeiträumen möglich sein?


Abbildung 6: Verschiedene Anatomien des Kopfes beim Menschen und seines Vorgängers

Sieht man sich die Unterschiede zwischen einem Menschen- und einen Affenskelett an, scheinen diese ja geradezu gering im Vergleich zu den Unterschieden zwischen den einzelnen Hunderassen.


Abbildung 7: Skelett eines Menschen und eines Affen

Nicht nur am Skelett kann man die verblüffende Ähnlichkeit feststellen. Hier ein Beispiel der Gorilla-Dame Anaka aus dem Zoo in Atlanta. Sie hat die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) und somit fehlt ihr an manchen Stellen die Hautpigmentierung. Ihre Finger sehen den Fingern eines Menschen doch sehr sehr ähnlich.


Abbildung 8: Finger eines Gorillas vs. Finger eines Menschen

Offensichtlich hat Gott den Menschen nicht nach seinem Bild gemacht (1. Mose 1,26) sondern nach dem Abbild eines Affen. Oder hat Gott sich hier einen Scherz erlaubt um die Wissenschaftler der letzten Jahrhunderte aufgrund der frappierenden Ähnlichkeit in die Irre zu führen?

Gott ist doch allmächtig und hätte sich für den Menschen etwas ganz Tolles, eigenes überlegen können. Hat er anscheinend aber nicht gemacht, sondern einfach einen Affen hergenommen und ihn etwas verändert. Oder es war nicht Gott, sondern die Evolution?

6. Zwischenformen / Übergangsformen / Mosaikformen

Aus christlicher Sicht hört man oft, dass es keine Übergangsformen von einer Art zu einer anderen Art gibt. Dass dies eine Falschannahme ist, zeigt die Fülle an Übergangsformen (Missing Links) die man mittlerweile gefunden hat. Einen guten Überblick davon findet man in der englischsprachigen Wikipedia unter List of transitional fossils.

Evolution der Wale

Ein Beispiel möchte ich dabei herausgreifen, an welchem man schön die Übergänge sehen kann. Nämlich der Übergang von einem Paarhufer zum Wal. Im Gegensatz zu Fischen sind Wale (und seine Verwandten die Delphine) Säugetiere. Es ist darum auch nicht verwunderlich, dass ihre jeweiligen Vorfahren am Land lebende Säuger waren.

Den Anfang des Übergangs macht der Indohyus der vor ca. 50 Millionen Jahren gelebt hat. Er hat die Größe eines Fuchses und die Gestalt eines Hirsches, jedoch sind seine Knochen stark verdickt (aufgrund von Osteosklerose). Dadurch sind seine Knochen schwerer, was ihm hilft länger und vor allem leichter unter Wasser zu bleiben (er hat dadurch weniger Auftrieb). Außerdem hat er bereits verdickte Ohrknochen, ein Merkmal, dass man ausschließlich bei Walen findet!


Abbildung 9: Indohyus

Als nächstes folgen die Pakicetidae. Sie lebten ebenfalls vor ca. 50 Mio. Jahre in seichtem Gewässer. Der Bau der Ohren, der Schädelhöhle und der Backenzähne zeigen ihre Zugehörigkeit zu den Walen.


Abbildung 10: Pakicetidae

Als nächstes folgen die Ambulocetidae. Der Name bedeutet übrigen „laufender Wal“. Sie lebten vor ca. 49 Mio. Jahre und waren bereits sehr gut an das Leben im Wasser angepasst, ähnlich wie ein Otter, jedoch mit einer Länge von bis zu 3 Metern wesentlich größer.


Abbildung 11: Ambulocetidae

Als nächstes folgen die Remingtonocetidae. Sie lebten vor ca. 49 - 43 Mio. Jahre vermutlich bereits überwiegend im Wasser. Ihre kleinen Augen und die weit auseinander stehenden Ohren deuten darauf hin, dass sie sich unter Wasser mit dem Gehör orientierten. Bemerkenswert ist auch, dass die Bogengänge im Innenohr, welche fürs Gleichgewicht wichtig sind, kleiner geworden sind.


Abbildung 12: Remingtonocetidae

Als nächstes folgen die Protocetidae. Sie lebten vor ca. 48 - 35 Mio. Jahre. Bei Ihnen befinden sich die Nasenöffnungen nun bereits auf halber Höhe der Schnauze (d.h. sie wanderten nach hinten) und ihr Körperbau war stromlinienförmig; ein erster Schritt in Richtung des Zustands bei modernen Walen.


Abbildung 13: Protocetidae

Als nächstes folgen die Basilosauridae. Sie lebten vor ca. 41 - 34 Mio. Jahre und das bereits vollständig unter Wasser. Ihre Augenhöhlen waren seitlich ausgerichtet und die Nasenöffnung war noch weiter nach oben in der Schnauze verlegt, näher an die Position des Blaslochs bei modernen Walen. Sie erreichten auch bereits eine Länge von bis zu 18 m, was auf die Verlängerung ihrer Lendenwirbel zurückzuführen ist. Sie hatten bereits eine Schwanzflosse und zusätzlich aber noch die äußeren Hintergliedmaßen (Oberschenkel, Unterschenkel und Füße), welch jedoch winzig waren.


Abbildung 14: Basilosauridae

Ab hier sehen die weiteren Vertreter dann bereits fast vollständig wie Wale aus. Anhand der gefundenen Fossilien[15] kann man nachvollziehen, wie die Hinterbeine immer kleiner werden und schlussendlich ganz verschwinden. Bei einigen Walen und Delphine findet man auch heutzutage noch Reste von verkümmerten Beckenknochen (sog. Rudimente)!


Abbildung 15: Skelett eines Bartwales (a - Schulterblatt, b - Vorderbein, c - Rest des Hinterbeins)

Anhand dem Fossilbericht kann man nachweisen wie die Nasenlöcher von der Kopfspitze immer weiter nach hinten gewandert sind und sich zu einem Blasloch entwickelt haben. Ebenso wanderten die Augen von oben auf die Seite, damit auch die Umgebung unterhalb des Tieres wahrgenommen werden konnte. Der Körper wurde immer stromlinienförmiger und auch die Zähne und Ohren (für das Hören unter Wasser) passten sich an.

Selbst wenn man die oben genannten Übergänge (aus welchen Gründen auch immer) nicht akzeptieren möchte, so muss man sich doch eingestehen, dass die verbliebenen verkümmerten Beckenknochen und Hinterbeine bei den modernen Walen ein eindeutiger Beleg dafür sind, dass die Wale ursprünglich einmal auf vier Beinen gegangen sind[16].

Hier muss man sich die Frage stellen, warum Gott ein Wassertier schaffen sollte, das im Gegensatz zu den anderen Wassertieren seine Kinder säugt und dann zufällig auch noch Reste von Hinterbeinen besitzt.

Ein weiterer interessanter Beweis dafür, dass die Wale von den Säugetieren abstammen, ist die Fluke (die Schwanzflosse). Im Gegensatz zu den Fischen ist diese horizontal ausgerichtet. Die Schwimmbewegung erfolgt also dadurch, dass der Wal seine Schwanzflosse auf und ab bewegt. Die Schwanzflosse der Fische hingegen ist vertikal ausgerichtet und sie bewegen sie hin und her. Der Grund dafür liegt in der Anatomie der Wirbelsäule bei Säugetieren (siehe dazu auch den Gang von Echsen und anderen Tieren, die beim Gehen ihre Wirbelsäule hin und her bewegen).

Des Weiteren besitzt die Schwanzflosse bei Walen, im Gegensatz zu den Fischen, keine verspreizten Knochen (Hypuralia). Sie besteht lediglich aus Bindegewebe. Der Grund dafür ist, dass sich die Flunke aus dem Schwanz eines Säugetieres entwickelt hat und dieser hat nun mal hinten keine Verstrebungen.

Zum Abschluss hier noch das Kladogramm (Darstellung der Verwandtschaftsverhältnisse) wo die Übergangsformen aufgelistet sind[17]. Man sieht hier auch, dass die Wale näher mit dem Flusspferd verwandt sind als z.B. mit den Fischen.


Abbildung 16: Evolutionärer Stammbaum der Wale


Abbildung 17: Die dokumentierte Makroevolution der Wale – die Belege[18]




Evolution des Elefanten

Eine ähnlich nachvollziehbare Entwicklung findet man bei den Rüsseltieren. Hier sieht man eine Größenzunahme der Tiere, eine Verkürzung des Kiefers und Aufwölbung des Schädels verbunden mit einer Zunahme des Rüssels und der Stoßzähne.


Abbildung 18: Evolution der Elefanten (man beachte die Vorderzähne und den Rüssel)

Man kann hier folgendes beobachten: Von den ursprünglich vier Schneidezähnen bilden sich bei den meisten Vertretern die unteren zwei zurück (bzw. sie verschmelzen miteinander), während die oberen zwei länger werden und sich zu Stoßzähnen entwickeln. (Bei manchen Arten wie dem Platybelodon, dem Stegotetrabelodon oder dem Archaeobelodon findet man auch eine gewaltige Verlängerung der unteren Schneidezähne. Diese sind jedoch heute ausgestorben). Durch das länger werden der Stoßzähne verlängert sich auch die Nase hin zu einem Rüssel.

Man sieht also auch hier gut die Übergangsformen.


Abbildung 19: Darstellung der Evolution der Elefanten

Selbst wenn man hier als Christ behaupten würde, dies sei nur Mikroevolution, muss man sich doch eingestehen, dass die Entwicklungsstufen wesentlich größer sind als z.B. zwischen Schimpanse und Mensch. Warum also gesteht man sich bei Tieren eine Abstammungslinie ein, beim Menschen jedoch, wo eine Abstammungslinie vom Affen ebenfalls nachweisbar ist[19], verneint man diese. Wird hier der Glaube an den Bericht in einem Buch (Bibel) über die Wissenschaft gestellt?

Weitere Beispiele für Übergangsformen findet man im folgenden Video:

7. Homologien

Homologie (nicht zu verwechseln mit einer Analogie) ist die Übereinstimmung von Merkmalen aufgrund eines gemeinsamen evolutionären Ursprungs.

Besonders eindrücklich sind hier die folgenden Bilder, welche die erstaunlichen Überein­stimmungen bei Knochen zwischen Menschen und anderen Tieren zeigt.


Abbildung 20: Homologie der Vorderextremitäten bei Wirbeltieren


Abbildung 21: Homologe Handknochen bei verschiedenen Säugetieren (vlnr. Mensch, Hund, Schwein, Kuh, Tapir, Pferd)

Gerade beim Handknochen bzw. beim Tier der Fußknochen sieht man schön, wie Knochen verloren gegangen bzw. zusammengewachsen sind[20]. Dadurch entsteht (eigentlich aus dem Fingernagel) beim Tier der Huf bzw. die Klaue. Die Phalangenformel (Zahl der Fingerknochen) entspricht bei den meisten Säugetieren 2-3-3-3-3 (der Daumen hat nur zwei Phalangen)[21]. Interessant ist auch, dass bei den meisten Tieren Elle und Speiche erkennbar sind.

Über diese Ähnlichkeiten schrieb schon 1859 Charles Darwin in seinem Buch „On the Origin of Species“ folgendes: „Was könnte merkwürdiger sein, als dass die beim Menschen zum Greifen, beim Maulwurf zum Graben geformte Hand, das Bein des Pferdes, die Flosse des Tümmlers und der Flügel der Fledermaus alle nach demselben Muster gebaut sind und über ähnliche Knochen an der gleichen relativen Position verfügen?[22].

Das Argument von Christen ist hier meist, dass sich Gott einfach gleicher Bausteine bedient, die er dann mehrfach verwendet. Nur warum sollte er so etwas tun und uns damit absichtlich auf die falsche Fährte der Evolution zu locken? Hätte er sich in seiner Allwissenheit nicht für jedes Tier etwas Eigenes ausdenken können, damit wir erst gar nicht auf die Idee einer gemeinsamen Abstammung kommen?

Neue fossile Funde des Elpistostege Watsoni schließen eine weitere Lücke und zeigen, wie es überhaupt dazu kam, dass sich Flossen zu Gliedmaßen und somit zu Fingern entwickelten.[23]


Abbildung 22: Entnommen aus Spektrum der Wissenschaft 5.21 (Seite 26)

Interessante Videos zum Thema:

8. Endogene Retrovieren

Da Viren selbst keinen Stoffwechsel besitzen, müssen sie in lebende Zellen eindringen, um sich zu vermehren. Einige von ihnen (die Retroviren) schmuggeln dabei sogar ihr eigenes Erbgut (Genom) in das der Wirtszelle (z.B.: Eizelle) ein. Das Erbgut wird durch Fortpflanzung an die nächsten Generationen weitergegeben und dort kann man diese (endogenen) Retroviren im Erbgut nachweisen.

Unser Erbgut besteht mittlerweile zu ca. 8% aus endogenen Retroviren. Das heißt, dass ein Haufen unserer Vorfahren irgendwann von einem Retrovirus befallen wurden und deren DNA nachweislich verändert hat. Auch bei unserem Vorfahren den Schimpansen lassen sich Retroviren nachweisen.

In einer Untersuchung[24] vom Jahr 2006 hat Polavarapu mit Kollegen im Schimpansen 425 eindeutige Retrovieren nachgewiesen. Davon befanden sich 384 auch beim Menschen an übereinstimmenden Stellen. Zwischen Gorillas und Menschen gab es weniger Übereinstimmungen und bei anderen Affenarten noch weniger. Dadurch kann man einen Stammbaum zeichnen, der identisch ist mit dem evolutionären Stammbaum der Primaten.

Weitere Genomanalysen z.B. von Johnson & Coffin[25] bestätigen diesen Stammbaum.


Abbildung 23: Endogene Retrovirus Einfügungen an identischen Chromosom-Stellen in verschiedenen Primaten

Weitere Infos zu dem Thema findet man hier:

9. Unintelligent Design[26]

Wie wir schon bei dem rückläufigen Kehlkopfnerv und dem Umweg des Samenleiters gesehen haben, gibt es Dinge, die ein intelligenter Konstrukteur (Gott?) niemals so designen würde.

Ein weiteres Beispiel hierfür ist der Koala, dessen Beutelöffnung nach unten zeigt[27]. Dies ist nicht gerade sinnvoll bei einem Tier, dass sich hauptsächlich in und auf Bäumen aufhält. Der Grund dafür liegt aber nicht darin, dass sich ein Konstrukteur dies spaßhalber so ausgedacht hat, sondern darin, dass die Koalas von einem wombatähnlichen Vorfahren (Vombatiformes) abstammen. Diese lebten, wie die heutigen Wombats am Boden und gruben Wohnhöhlen mit Tunnelsystemen. Die Wombat-Weibchen haben einen nach hinten geöffnetem Beutel, damit beim Graben der Beutel nicht mit Erde vollgeschaufelt wird. Bei den Koalas, die ihren Lebensraum auf Bäume verlagert haben, ist die Lage des Beutels erhalten geblieben und zeigt nun in die ungünstige Richtung nach unten.

Interessant ist auch der Aufbau des Auges beim Menschen (und der Wirbeltiere) im Vergleich zum Oktopus. Beim Auge des Menschen muss das Licht erstmal Nervenfasern, Nervenzellen und Blutgefäße durchqueren, bevor es auf die Fotorezeptoren (Stäbchen und Zäpfchen) trifft. Dazu kommt noch, dass die Nervenfasern (Axone), welche die Information ans Gehirn weiterleiten, außen liegen und dann erst umständlich durch den blinden Fleck hindurch müssen.

Im Gegensatz dazu hat der Oktopus ein Auge entwickelt[28], bei welchem die Nervenfasern innen liegen und das Licht direkt auf die Fotorezeptoren trifft. Somit gibt es hier auch keinen Blinden Fleck.

Dass das menschliche Auge nicht optimal ist, zeigt allein die Tasache, dass ca. 2/3 aller Menschen eine Fehlsichtigkeit aufweisen. Im höheren Alter ist die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) mit 95% die häufigste Fehlsichtigkeit.


Abbildung 24: Schematische Darstellung des Auges von Mensch und Oktopus

Wenn Gott angeblich mit Homologien arbeitet, warum entwickelt er dann das Auge in verschiedenen Varianten[29] und weist gerade der Krone der Schöpfung die umständliche Version mit dem Blinden Fleck zu?

Zum Thema „unintelligent Design“ gibt es noch unzählige weitere Beispiele, wie z.B. die Nasennebenhöhlen, die immer wieder zu Entzündungen führen, da der Schleim nicht abfließen kann. Oder unsere Wirbelsäule die ursprünglich nicht für den aufrechten Gang gedacht war und nun den meisten Menschen Rückenschmerzen verursacht.

10. Diverse Fragen

Hier noch ein paar Fragen, die aus Sicht der Evolution plausibel erklärbar und nachvollziehbar sind, jedoch aus christlicher Sicht Probleme bereiten:

Warum kann der Gepard so schnell laufen?

Dawkins schreibt dazu: „Wenn wir postulieren, dass der Gepard von einem Konstrukteur gestaltet wurde, dann hat dieser offenbar seine gesamte Ingenieursfähigkeiten darin investiert, einen Killer der Superlative zu schaffen. […] Gleichzeitig hat derselbe Gestalter aber ebenso viel Mühe auf die Gestaltung einer Gazelle verwendet, die hervorragend dazu ausgerüstet ist, ebendiesem Geparden zu entkommen. Um Himmels willen – auf wessen Seite steht der Gestalter eigentlich? Betrachtet man die Zähne, die Muskeln und das biegsame Rückgrat des Gepards, so muss man zu dem Schluss gelangen, dass der Gestalter die Raumkatze als Sieger in dem Wettlauf sehen wollte. Dann aber betrachten wir die laufende, hakenschlagende, hin und her springende Gazelle und gelangen genau zu dem entgegengesetzten Schluss. Wusste die linke Hand des Gestalters nicht, was die rechte tat?[31]

11. Fazit

Dass es Evolution gibt, ist wissenschaftlich gesichert[32]. Ein stichhaltiger Gegenerweis, welcher die Evolutionstheorie bzw. die neuere Synthetische Evolutionstheorie einstürzen lässt, wurde noch nicht vorgebracht. Dabei wäre es so einfach. Man müsste nur ein einziges Fossil in der falschen geologischen Schicht finden, oder wie es der Biologe und Genetiker J. B. S. Haldane ausgedrückt hat: „ein Kaninchenfossil im Präkambrium“. Dawinks schreibt dazu „Alle Fossilien, die wir besitzen – und das sind wirklich sehr viele -, kommen ohne eine einzige bewiesene Ausnahme in der richtigen zeitlichen Abfolge vor. … Aber niemals wurde auch nur ein einziges Fossil gefunden, bevor es hätte entstehen können.“[33]

Die obenstehenden Beispiele sind nur eine Auswahl von vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die auf eine Evolution durch Mutation und Selektion[34] hindeuten. Nicht umsonst wird die Evolutionstheorie von den meisten Wissenschaftlern anerkannt und nicht umsonst werfen immer mehr Menschen und Gruppierungen angesichts der erdrückenden Beweislage die Vorstellung des Junge-Erde-Kreationismus (Gott schuf die Erde in 7 Tagen) über Board.

Die Römisch-katholische Kirche erklärte bereits 1996 die Evolution als mit dem Glauben vereinbar[35], ebenso die evangelische Kirche[36]. Und nicht umsonst glauben immer mehr Christen (darunter auch Apologeten wie z.B. Timothy Keller[37] oder William Lane Craig[38]) an eine Theistische Evolution, Progressive Evolution oder eine Spielform davon. Das sollte doch zum Denken geben.

12. Weiterführende Links

Folgendes Buch würde ich jedem Christen empfehlen einmal zu lesen:
Die Schöpfungslüge


Fußnoten

[1] Immer wieder wurde mir gesagt, es ist ja nur eine „Theorie“, womit impliziert wird, dass es etwas ist, was sich nicht beweisen lässt. Jedoch ist laut Duden eine Theorie ein „System wissenschaftlich begründeter Aussagen zur Erklärung bestimmter Tatsachen“ und das trifft im Fall der Evolutionstheorie auch zu, sie ist wissenschaftlich begründet.

[2] Zu der Zeit als ich Biologie im Gymnasium hatte waren fossile Zwischenformen wie der Tiktaalik, Darwinius, Puijila, Odontochelys oder Pezosiren noch nicht gefunden.

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Nervus-laryngeus-recurrens

[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Kiemenbogen

[5] Marshall Cavendish: Mammal Anatomy: An Illustrated Guide. Marshall Cavendish Corporation, 2010, ISBN 0-7614-7882-5, S. 74–75.

[6] Richard Dawkins: Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat. Ullstein, Berlin 2012, S. 409

[7] Bei fast allen Höheren Säugetieren findet ein Hodenabstieg statt. Jedoch gibt es einige afrikanische Tierarten, die hier eine Ausnahme bilden. Elefanten, Seekühe sowie Igel- und Spitzmausarten tragen die Hoden im Inneren des Körpers. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dies auf einen Gendefekt zurückzuführen ist. D.h. bei diesen Tierarten wandern die Hoden nicht nach außen, da die Gene RXFP2 und INSL3 (die für den Abgang zuständig sind) verloren gegangen sind. Details: https://journals.plos.org/plosbiology/

[8] In den Hoden herrscht eine Temperatur zwischen 33 und 35 Grad Celsius. Diese Temperaturen sind optimal für die Spermien. Höhere Temperaturen ab 37 Grad verringern die Lebensfähigkeit der Spermien beträchtlich: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23196/

[9] Eine anschauliche Erklärung findet man auch hier: https://www.youtube.com/watch?v=Bi4yCjhg6MU

[10] https://de.wikipedia.org/wiki/Serum-Pr%C3%A4zipitin-Test

[11] David Penny u.a. bestätigten ebenfalls das Verwandtschaftsverhältnis in ihrer Studie „Testing the theory of evolution by comparing phylogenetic trees constructed from five different protein sequences“ (1982).

[12] Wie diese funktionieren wird hier gezeigt: https://www.youtube.com/watch?v=rrqgsExEpu8

[13] Diese Aussage hat bereits Erasmus von Rotterdam im Jahr 1518 in Colloqviorvm familiarivm opvs gemacht.

[14] Desmond Morris: Dogwatching. Die Körpersprache des Hundes. Heyne, München 1996

[15] Man kennt heute Fossilien von etwa 1.000 Wal-Arten, wovon die meisten bereits ausgestorben sind.

[16] Mittlerweile hat man übrigens auch Schlangenfossilien gefunden, an denen noch Hinterbeine erkennbar sind. So z.B. Tetrapodophis, Pachyrhachis, Pachyophis, Eupodophis, Haasiophis, Najash

[17] Siehe dazu auch https://de.wikipedia.org/wiki/Wale und https://en.wikipedia.org/wiki/Evolution-of-cetaceans

[18] https://www.sektenausstieg.net/

[19] Stammesgeschichte des Menschen auf Wikipedia

[20] Ausgestorbene Vorfahren des Pferdes hatten noch Zehen. Siehe dazu den Mesohippus oder generell den Eintrag über die Stammesgeschichte der Pferde: https://de.wikipedia.org/wiki/Equidae

[21] Manche Wale (und auch andere Wasserwirbeltiere), vor allem heutige Formen, die nicht ausgestorben sind, haben ab dem Daumen mehrere Fingerglieder. Dies ist auf Hyperphalangie zurückzuführen.

[22] Übersetzung von Eike Schönfeld: Der Ursprung der Arten; Klett-Cotta 2018, S. 510

[23] https://www.scientificamerican.com/

[24] POLAVARAPU, N. et al. (2006) Identification, characterization and comparative genomics of chimpanzee endogenous retroviruses. Genome Biol. 7(6), R51

[25] JOHNSON, W. E. & COFFIN, J. M. (1999) Constructing primate phylogenies from ancient retrovirus sequences. PNAS 96(18), 10254-10260

[26] Angelehnt an den Titel des Buches „Unintelligent Design: Why God isn't as smart as she thinks she is“ von dem Journalisten Robyn Williams.

[27] Im Gegensatz zu den Kletterbeutler (Phalangeroidea) wo die Beutelöffnung nach oben zeigt.

[28] Die Evolution des Auges ist mittlerweile sehr gut dokumentiert und nachvollziehbar. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Augenevolution und https://de.wikipedia.org/wiki/Augenentwicklung

[29] Neben dem Linsenauge der Wirbeltiere gibt es noch eine Menge anderer Augen wie z.B. Flachauge, Pigmentbecherauge, Grubenauge, Lochauge oder das Facettenauge.

[30] https://embryology.med.unsw.edu.au/

[31] Richard Dawkins: Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat. Ullstein, Berlin 2012, S. 430-431

[32] Beobachtungen und experimentelle Befunden aus der Genetik, Embryologie, Zoologie, Botanik, Ökologie, Paläontologie und Molekularbiologie bestätigen dies.

[33] Richard Dawkins: Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat. Ullstein, Berlin 2012, S. 167

[34] Einen Langzeittest an E. coli Bakterien mit mittlerweile 74.000 Generationen, durchgeführt von Richard Lenski und seinem Team, zeigt eindringlich, wozu Mutation und Selektion fähig ist. Infos zu dem Test findet man hier auf Englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/E._coli_long-term_evolution_experiment oder im Buch „Die Schöpfungslüge“ von Richard Dawkins im Kapitel 5 oder hier https://medium.com/numune-i-terakki/

[35] https://www.forum-grenzfragen.de/kirchliches/paepstliches/ & Der österreichische Kardinal Schönborn schreibt dazu: „Ich sehe keine Schwierigkeit, den Glauben an den Schöpfer mit der Theorie der Evolution zu verbinden“ (Quelle)

[36] https://www.ekd.de

[37] https://www.evangelium21.net/media/1034/adam-eva-und-die-evolution

[38] https://www.reasonablefaith.org/question-answer/P20/ oder sein neues Buch: "In Quest of the Historical Adam: A Biblical and Scientific Exploration"